“Das gewisse Wohlfühlgefühl”
“Systemberater und erster ACT-Mitarbeiter Jörg Burdorf im Interview”
Vergangenes Jahr feierte die ACT ihr 25jähriges Bestehen. Eine lange Zeit, in der das anfänglich kleine Team aus IT Beratern zu einem bekannten mittelständischen Unternehmen gewachsen ist. Systemberater Jörg Burdorf ist seit mehr als 20 Jahren im Unternehmen und einer der ersten Mitarbeiter. Wie er in den 80er Jahren in der noch wenig bekannten IT Branche begonnen hat und wo seine Schwerpunkte als Systemberater heute liegen erzählt der ACT Mitarbeiter im November-Interview.
act-online: Wie war Ihre berufliche Laufbahn im IT Bereich vor der Arbeit für die ACT?
Am 1.1.1980 begann ich meine IT Laufbahn beim Materialamt der Bundeswehr in St. Augustin als Operator. 1983 wechselte ich dann vom Operating zur Programmierung. Dort arbeitete ich bis Ende 1985 als Programmierer für IMS DC Programme.
act-online: Sie waren dabei, als die ACT sozusagen noch in den Kinderschuhen steckte. Wie sind Sie in diesen damals noch sehr kleinen Betrieb gekommen?
Den heutigen Vorstandsvorsitzenden Werner Bücher lernte ich durch die Musik kennen. Ich war noch in der Ausbildung zum Industriekaufmann bei den Klöcknerwerken in Troisdorf, als uns ein gemeinsamer Bekannter zusammenbrachte. Das war 1977. Seit dem machen wir gemeinsam Rockmusik in der Friday Night Blues Band. Nachdem ich dann die Ausbildung beendet hatte und meine Wehrpflichtzeit fast vorbei war, war er es auch, der mir die Idee mit der damals kaum bekannten IT Branche näher brachte. Nachdem ich sechs Jahre im Rechenzentrum der Bundeswehr verbracht hatte, war es an der Zeit sich zu verändern. Werner Bücher bot mir damals die Möglichkeit, als Angestellter für die ACT zu arbeiten, welche ich mit Freude ergriff.
act-online: In welchem Projektumfeld haben Sie 1986 begonnen?
Mein erstes Projekt war die Programmierung von IMS Datenbanken für ein Frankfurter Marktforschungsunternehmen. Nach 3 Monaten wechselte ich in ein Projekt eines großen Düsseldorfer Chemieunternehmens, welches nach 3 Jahren beendet war. Auch hier war ich in der Anwendungsentwicklung für IMS DC Programmierung zuständig.
act-online: Gibt es aus den Jahren bei der ACT ein Ereignis oder eine Erfahrung, die Ihnen besonders gut in Erinnerung geblieben ist, Sie vielleicht auch geprägt hat?
Durch ein Projekt bei der Luftwaffe bekam ich die Chance, als Systemprogrammierer für IMS und DB2 arbeiten zu können. Das war meine Berufung. Die Erfahrungen, die ich als Anwendungsprogrammierer bisher gesammelt hatte, kamen mir dabei sehr zugute, da ich damit beispielsweise Automationsprozesse innerhalb der Systemprogrammierung realisieren konnte.
act-online: Über 20 Jahre sind Sie schon für die ACT tätig. Aus welchen Gründen sind Sie der ACT schon so lange als Mitarbeiter verbunden?
Einerseits ist es meine Freundschaft zu Werner Bücher, den ich jetzt über 30 Jahre gut kenne, andererseits aber auch das gewisse „Wohlfühlgefühl“, als welches ich das Betriebsklima in der ACT beschreiben möchte. Obwohl ich so gut wie nie in den Gebäuden der ACT bin, kenne ich doch die meisten meiner Kollegen sehr gut. Das kommt daher, dass auch die soziale Komponente innerhalb der ACT eine wichtige Rolle spielt und durch regelmäßige Treffen, interne Schulungen und zum Teil durch private Kontakte ein vertrautes und sicheres Gefühl entsteht.
act-online: Mittlerweile ist die ACT zu einem gut etablierten, mittelständischen Unternehmen gewachsen. Was ist Ihrer Meinung nach das Erfolgsrezept?
Aus meiner Sicht hat sich die ACT von Anfang an durch hohe Flexibilität den Themen der IT Landschaft angepasst. Das heißt nicht, dass jeder „Modetrend“ mitgemacht wurde, wenn es nicht sinnvoll erschien. Das gesunde Abwägen, welche Trends am Markt sich durchsetzen und was sich als Sackgasse erweist, hat den Erfolg der ACT sicherlich geprägt.
Ein wichtiger Faktor ist auch, dass die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter stark gefördert wird. Dadurch sind wir immer auf dem neuesten Stand der Technik und können auf neue Trends sehr schnell reagieren.
act-online: Wie sieht Ihr Arbeitsumfeld aktuell aus?
Die letzten Jahre habe ich als Schwerpunkt das Thema „DB2“ besetzt. Hier in der ACT bin ich der Themenverantwortliche. Auch war ich vier Jahre Chairman der GSE Arbeitsgruppe „DB2 Systemverwaltung“. Bedingt durch mein aktuelles Projekt, habe ich mich letztes Jahr für PRINCE2 zertifiziert, da ich die Rolle eines Teilprojektleiters für das Thema Datenmanagement bekommen habe.
act-online: Was gehört hier zu Ihren Schwerpunkten?
Die Aufgaben in diesem Projekt sind vielseitig. Im Laufe der Zeit habe ich sowohl die DB2 Administration als auch Toolentwicklung mit REXX und DB2 durchgeführt. Weiter war ich mit der Teilprojektleitung und der Datenzugriffschicht in COBOL mit DB2 Stored Procedures betraut und war verantwortlich für die Betreuung der DB2 DRDA Installation und Schulungen der Mitarbeiter des Kunden für die z/OS Plattform.
act-online: Was fordert Sie besonders an diesen Aufgaben?
Die Herausforderung in diesem Projekt ist es, die zum Teil 30 Jahre alten Anwendungen in die Neuzeit zu portieren, ohne dass dabei weder Funktionalität noch Mitarbeiter auf der Strecke bleiben. Hierbei die neuen Techniken wie beispielsweise Browser basierte Anwendungen und JAVA mit der Großrechnerwelt zu koppeln ist eine Herausforderung, die alle Beteiligten in hohem Maße fordert.
act-online: Welches Projektergebnis wünschen Sie sich?
Man hat sich bei der Migration im letzten Jahr für eine Zug-um-Zug-Migration entschieden, so dass die zwei Großrechnerwelten wohl noch einige Zeit parallel betrieben werden müssen. Ziel ist es nach wie vor, die Bull Plattform abzulösen. Wichtig ist jetzt, dass die neue Welt so aufgebaut wird, das sie auch die nächsten Jahre sicher und nutzerfreundlich betrieben werden kann. Dazu müssen viele Schnittstellen geschaffen werden und die Rechner transaktional gekoppelt werden. Diese Herausforderung erwartet uns Ende des Jahres, wo wir mit der ersten Sparte in Produktion gehen.
act-online: Vielen Dank für dieses Gespräch, Herr Burdorf.